Phobien: die panische Angst

  In Deutschland leiden bis zu 10 Prozent an mindestens einer Phobie. Der Großteil der Betroffenen sind Frauen, aber auch Männer können der panischen Angst ausgesetzt sein. In der Regel wird zwischen drei Unterformen unterschieden. Zu diesen zählen die Agoraphobie, also die Angst vor bestimmten Umgebungen, die Soziale Phobie und spezifische Phobien, zu denen die übertriebene Angst vor Spinnen (Arachnophobie) gehört. Meistens entwickeln sich Phobien ab dem Alter von 14 Jahren. Auslöser einer Phobie kann vielseitig sein. Um die Ursachen zu kategorisieren spricht man von erlernten Phobien, neurobiologisch verstärkten Phobien oder tiefenpsychologisch verankerten Phobien. Bei der erlernten Phobie wird die übertriebene Angst mit negativen Erfahrungen assoziiert, die in ähnlichen Situationen zu Schweißausbrüchen und Nervosität führen kann. So kann etwa nach dem Platzen eines Luftballons erlernt werden, dass Luftballons gefährlich sind, weil sie laut knallend platzen. Je nach Person gibt es auch biologische Komponenten, die eine Phobie-Entwicklung begünstigen. Menschen mit schwachem Nervensystem sind anfälliger ängstlich zu reagieren. Aber auch tiefenpsychologische Faktoren der frühen Kindheit können zu einer Phobie führen. Bindungsprobleme zwischen Eltern und ihren Kindern, können Auslöser einer sozialen Phobie sein.