Die Spinnenphobie:

Die am häufigsten verbreitete spezifische Phobie ist die Arachnophobie. Personen mit diesem Störungsbild reagieren besonders empfindlich bis übertrieben panisch beim Anblick von Spinnen. Phobische Personen sind in diesem Szenario eher dazu geneigt, Spinnen gefährliche Attribute, wie etwa Giftigkeit, Bissfreudigkeit und andere, zuzuordnen. Als Ursache für die weitverbreitete Spinnenangst ist die Tatsache, dass Spinnen plötzlich nahe am Körper auftauchen, einen erschrecken und sich zügig fortbewegen. Auch die Körperform von Spinnen mit acht haarigen langen Beinen können eine Phobie auslösen. In diesem Zusammenhang sei ebenfalls darauf hingewiesen, dass Individuen eigentlich keine Angst vor Spinnen haben, sondern viel mehr starken Ekel empfinden. Des Weiteren wird behauptet, dass Spinnenphobien aufgrund der evolutionären Entwicklung entstehen. Spinnen insbesondere Skorpione können lebensgefährlich für den Menschen sein. Eine genetisch bedingte Vermeidung dieser Tiere sichert hier das Überleben. Weiterhin kann eine Arachnophobie ebenfalls in der Kindheit erlernt werden. Wenn etwa ein Elternteil panische Angst vor Spinnen hat, entwickeln die Kinder ähnliche Tendenzen, um den Kontakt mit dem Insekt zu vermeiden. Interessanterweise ist die Spinnenangst besonders in entwickelten Kulturen verbreitet, in denen Spinnen zumeist keine Gefahr darstellen. In Naturvölkern ist diese Angst nahezu inexistent, Spinnen gelten sogar als Delikatesse.